Backup-Strategie fürs Digitalarchiv – Full, inkrementell und differentiell
Vollbackup, inkrementelles und differentielles Backup verstehen und daraus einen getesteten 3-2-1-Zeitplan für private Dateien erstellen.
Geprüft am 2026-09-07 · Von Redaktion digitalarchiv-ratgeber.com

Ein Backup ist eine wiederherstellbare, getrennte Kopie. Synchronisierte Ordner, RAID oder eine zweite Partition im selben Computer erfüllen diese Bedingung allein nicht.
Die drei Backup-Arten
| Art | Was wird kopiert? | Vorteil | Nachteil beim Restore |
|---|---|---|---|
| Vollbackup | alle ausgewählten Daten | einfach zu verstehen und zurückzuspielen | braucht Zeit und viel Speicher |
| Inkrementelles Backup | Änderungen seit der letzten Sicherung, egal welcher Art | kleine, schnelle Sicherungsläufe | Vollbackup plus gesamte inkrementelle Kette nötig |
| Differentielles Backup | Änderungen seit dem letzten Vollbackup | Restore benötigt meist Vollbackup plus letztes Differential | wächst bis zum nächsten Vollbackup |
und unterscheiden sich vor allem darin, auf welchen Sicherungsstand sie ihre Änderungen beziehen. ist davon zu unterscheiden: Sie hält ältere Dateistände über einen Zeitraum vor. Gute Backupsoftware kombiniert einen Zeitplan mit Versionen und verständlichen Aufbewahrungsregeln.
Ein realistischer Zeitplan für zuhause
- laufend oder täglich: automatische Versionen auf ein lokales, getrenntes Ziel,
- wöchentlich: Sicherungsstatus und Fehlermeldungen kontrollieren,
- monatlich: verschlüsselte Kopie außer Haus aktualisieren oder Cloud-Backup prüfen,
- vierteljährlich: zufällige Dokumente, Fotos und einen ganzen Ordner zurückspielen,
- jährlich: vollständigen Katastrophenfall simulieren und Zugangsdaten/Notfallblatt prüfen.
3-2-1 konkret
Die bedeutet drei Datenkopien auf zwei Arten von Speicher, eine davon an einem anderen Ort. Beispiel:
- Hauptbestand auf Computer oder NAS,
- versioniertes Backup auf einer externen HDD, die nicht dauerhaft verbunden bleibt,
- verschlüsseltes Cloud-Backup oder rotierende zweite HDD außerhalb der Wohnung.
Aufbewahrung statt „alles für immer“
Ein praktikables Schema kann 30 tägliche, 12 monatliche und mehrere jährliche Stände halten. Passe es an Datenmenge und Schutzbedarf an. Ransomware-Schutz profitiert von Offline-, unveränderlichen oder separat authentifizierten Kopien.
Der Restore entscheidet
Dokumentiere Software, Verschlüsselungsschlüssel, Zielgerät und Reihenfolge. Ein grünes Häkchen ist nur ein Hinweis. Die separate Anleitung Backup wiederherstellen und testen führt durch den Praxistest; Software für Windows und macOS hilft bei der Werkzeugwahl.